Höhen und Tiefen bei BMW-Pilot Nico Gutzeit in der DRSM
Vier Läufe zur Deutschen Rennslalommeisterschaft - DRSM - innerhalb von neun Tagen mit immensen Anreisewegen waren für das Schozacher Sportsgaragenteam Nico und Harald Gutzeit angesagt. Dabei erlebte der MCH-Youngster ein Wechselbad der Gefühle mit Höhen und Tiefen durch technische Probleme, kleine fahrerische Fehler mit heftiger Konsequenz und bravourösen Fahrleistungen mit seinem BMW 318ti.
Die Läufe drei und vier fanden auf dem Nürburgring im Streckenabschnitt Müllenbachschleife statt. Neuland für die Gutzeits, starke Starterfelder, insgesamt knapp über 100 Starter. Der Kurs extrem schnell, wenig Slalomcharakter, so Nico Gutzeit und am Sonntagabend das Fazit: Ein Wochenende zum vergessen. Samstags extreme technische Probleme durch Motorenaussetzer durch den Lipo-Akku, dazu gesellte sich ein Pylonenfehler somit Rang fünf. Sonntags wurde auf eine klassische Starterbatterie umgestellt, Training und erster Stint waren gut, Nico auf Podiumskurs. Im zweiten Stint wollte Nico mehr, ein Verschalter im Dunlopbogen brachte durch die blockierende Hinterachse den BMW in einen Dreher und ins Kiesbett, das Ergebnis war Platz neun.
Das Wochenende darauf ging es nach Südwestthüringen in den durch das Glasbachbergrennen bekannten Ort Bad Liebenau. Auf der auf 2730 Meter verkürzten Bergrennstrecke wurden die Rennslalomläufe fünf und sechs ausgefahren, auch hier Neuland für Nico Gutzeit. Erneut knapp über 100 Starter, in Nicos F10 standen 12 Akteure an der Startlinie. Nach dem ersten Stint hatte der Schozacher die Nase seines 235 PS starken BMWs noch vorn, im zweiten Heat konterte Erzrivale und DM-Routinier Michael Thurner und hatte im Ziel mit seinem Mazda MX5 den Wimpernschlag von einer einzigen Hundertstelsekunde Vorsprung zum Klassensieg herausgefahren. Hinter den beiden schnellen Akteuren ein fast vier Sekunden großes Loch zum dritten. Sonntags konnte Nico dann auf derselben Strecke die Trainingsbestzeit erzielen, in den beiden Rennläufen war der Mazdapilot aber nicht zu bezwingen. Mit 97 Hundertstel Rückstand wurde Nico erneut zweiter, zum dritten hatte der MCH-Racer dann schon wieder 4,63 Sekunden Vorsprung. „Der verpasste Sieg am Samstag wurmt gewaltig, aber zwei zweite Plätze bei dem extrem starken Klassenfeld sind dann doch zufriedenstellend. Angreifen hab ich mir hier verkniffen, ein Ausrutscher am Berg hätte fatale Folgen. Strecke, Flair, Umfeld und Organisation beim Glasbachslalomwochenende waren genial“, so das Fazit von Nico Gutzeit.
Foto: Harald Gutzeit
Am 6. und 7. September ist erneut ein Bergslalom angesagt, auf der ehemaligen Bergrennstrecke Zotzenbach im Odenwald werden die Süd-Vorläufe vier und fünf zur Deutschen Slalommeisterschaft ausgefahren, die auf 140 Starter begrenzte Teilnehmerzahl ist Stand heute schon deutlich überschritten.
Wilfried Ruoff